Wie Kontaktleistensysteme aufgebaut sind
Ein Kontaktleistensystem besteht aus einer druckempfindlichen Kontaktleiste und der passenden elektrischen Anbindung an Steuerung oder Auswerteeinheit. Die Leiste reagiert nicht punktuell wie ein einzelner Schalter, sondern ueber eine definierte Laenge. Je nach System erfolgt bei Belastung eine Kontaktgabe oder eine veraenderte Signaluebertragung, die anschliessend ausgewertet wird. Form, Material und Einbauart richten sich nach dem vorgesehenen Bewegungsablauf, der Umgebung und der geforderten Reaktionsart.
Typische Anwendungen an Maschinen und bewegten Anlagenteilen
Kontaktleistensysteme werden an Stellen verwendet, an denen lineare Kontaktflaechen ueberwacht werden muessen. Dazu gehoeren Schliesskanten an Toren und Hauben, verfahrbare Maschinenteile, Hub- und Schiebebewegungen sowie Transport- und Handlingsysteme. Auch bei Abdeckungen oder beweglichen Schutzvorrichtungen kommen sie zum Einsatz, wenn nicht nur ein Endpunkt, sondern eine ganze Kante auf Beruehrung reagieren soll. In solchen Anwendungen helfen sie, Quetsch- und Scherstellen elektrisch zu erfassen.
Ausfuehrungen, Materialien und Systembestandteile
Kontaktleistensysteme unterscheiden sich unter anderem in Profilgeometrie, Laenge, Empfindlichkeit, Befestigungsart und elektrischer Schnittstelle. Je nach Einsatzfall kommen weiche oder formstabilere Profile, unterschiedliche Traegermaterialien sowie passende Endstuecke, Anschlussleitungen oder Montageprofile in Frage. Fuer den industriellen Einbau ist zudem relevant, ob die Leiste in gerader Form, als Rahmenelement oder an gekruemmten Kanten eingesetzt wird. Bei komplexeren Loesungen gehoeren auch Auswertegeraete, Anschlussmodule oder vorkonfektionierte Einheiten zum System.
Abgrenzung zu Schaltern, Sensoren und anderen Bauteilen
Innerhalb der elektrischen und elektronischen Bauteile stehen Kontaktleistensysteme fuer die lineare Kontakterfassung entlang einer Kante oder Flaeche. Sie unterscheiden sich damit von Endschaltern, Mikroschaltern oder Naeherungsschaltern, die typischerweise einen einzelnen Punkt oder eine klar definierte Position ueberwachen. Gegenueber allgemeinen Sensoren liegt der Schwerpunkt nicht auf beruehrungsloser Messung, sondern auf der gezielten Reaktion bei mechanischem Kontakt oder Druck. Von Steckverbindern, Kabelsystemen oder Stromschienen grenzen sie sich dadurch ab, dass ihre Hauptfunktion nicht Energie- oder Signalverteilung, sondern die Erfassung eines Kontaktereignisses ist.