Wie CNC-Steuerungen Achsen und Bearbeitungsabläufe führen
Eine CNC-Steuerung verarbeitet Bearbeitungsprogramme und setzt diese in Bewegungen von Linear- und Rotationsachsen um. Dabei werden Sollwerte für Position, Vorschub, Spindeldrehzahl und weitere Maschinenfunktionen koordiniert. Je nach Maschine steuert das System auch Werkzeugwechsel, Referenzfahrten, Korrekturen und programmgesteuerte Nebenabläufe. Der Kern der Leistung liegt in der bahn- und positionsbezogenen Führung der Maschine, nicht nur in der reinen Schaltlogik.
Einsatz an Fräs-, Dreh- und Bearbeitungsmaschinen
CNC-Steuerungen werden vor allem dort eingesetzt, wo Werkstücke nach wiederholbaren Geometriedaten bearbeitet werden. Typische Anwendungen sind Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen, Schneiden oder kombinierte Bearbeitungszentren mit mehreren Achsen. Sie eignen sich für Einzelteile, Kleinserien und Serienfertigung, wenn Bearbeitungswege, Werkzeugdaten und Verfahrbewegungen programmierbar sein müssen. Auch komplexere Konturen oder mehrseitige Bearbeitungen lassen sich damit strukturiert abbilden.
Ausprägungen nach Achszahl, Bedienung und Programmanbindung
CNC-Steuerungen unterscheiden sich unter anderem nach der Anzahl steuerbarer Achsen, dem Umfang der Bahnsteuerung und der Art der Bedienoberfläche. Je nach System stehen Funktionen für Werkzeugkorrekturen, Nullpunktverschiebungen, Programmspeicherung, Diagnose oder Datenschnittstellen zur Verfügung. Programme können direkt an der Steuerung erstellt, extern eingespielt oder aus CAM-Prozessen übernommen werden, sofern Format und Systemarchitektur zusammenpassen. In der Praxis reicht die Bandbreite von kompakter Maschinensteuerung bis zu umfangreicher Lösung für mehrachsige Bearbeitung.
Abgrenzung zu NC-, SPS- und Prozesssteuerungen
Gegenüber klassischen NC-Steuerungen arbeiten CNC-Systeme rechnergestützt und bieten in der Regel mehr Möglichkeiten für Programmspeicherung, Korrekturen, Bedienfunktionen und Datenverarbeitung. Von SPS-Steuerungen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie primär die Bahn- und Bewegungsführung der Maschine übernehmen, während SPS-Lösungen häufig Ablauf-, Peripherie- und Hilfsfunktionen steuern. Prozesssteuerungen sind eher auf kontinuierliche Verfahren ausgelegt und nicht auf die Führung von Werkzeugwegen. Touch-Panels, Panel-PCs oder Industrie-PCs können Teil der Bedien- oder Visualisierungsebene sein, sind aber nicht automatisch selbst die CNC-Steuerung.