Wie Lichtgitter technisch arbeiten
Ein Lichtgitter besteht aus mehreren optischen Strahlen, die parallel über eine definierte Höhe oder Breite verlaufen. Wird einer oder werden mehrere Strahlen unterbrochen, erzeugt das System ein Schaltsignal oder einen sicherheitsrelevanten Status. Je nach Ausführung dient das Lichtfeld der Objekterkennung, der Materialerfassung, der Positionsüberwachung oder dem Personenschutz an Maschinenzugängen.
Typische Anwendungen in Maschinen und Anlagen
Lichtgitter werden an Einlege- und Entnahmestellen, Förderstrecken, Palettierbereichen, Pressen, Robotikzellen und automatisierten Materialflüssen eingesetzt. Sie erfassen Werkstücke oder Personen berührungslos und eignen sich dort, wo mechanische Taster unpraktisch sind oder verschleissen würden. In sicherheitsbezogenen Anwendungen werden sie so eingebunden, dass beim Eindringen in den überwachten Bereich eine definierte Reaktion der Maschine ausgelöst wird.
Ausführungen nach Schutzfeld und Funktion
Unterschieden wird unter anderem nach Schutzfeldhöhe, Strahlabstand, Reichweite und Reaktionsverhalten. Es gibt einfache Lichtgitter zur Anwesenheits- oder Objekterkennung sowie sicherheitsgerichtete Ausführungen für den Einsatz an Maschinen. Je nach Aufgabe kommen kompakte Bauformen, robuste Industriegehäuse oder Systeme mit zusätzlichen Diagnose- und Statusfunktionen zum Einsatz.
Abgrenzung zu Lichtschranken und Sicherheitssteuerungen
Im Unterschied zu Lichtschranken überwachen Lichtgitter nicht nur einen einzelnen Strahl, sondern ein mehrstrahliges Feld über eine definierte Fläche. Dadurch eignen sie sich für breitere Durchgänge, grössere Erfassungsbereiche oder feinere Objekterkennung. Von Sicherheitssteuerungen unterscheiden sie sich dadurch, dass das Lichtgitter die Unterbrechung erfasst, während die Sicherheitssteuerung die Signale auswertet und die Reaktion der Maschine koordiniert.