Funktionsprinzip von Schaltmatten
Eine Schaltmatte reagiert auf Druckbelastung an ihrer Oberfläche. Wird die aktive Fläche betreten oder belastet, schliesst oder öffnet der interne Kontakt und löst ein Signal aus. In Maschinenumgebungen ist dieses Signal häufig Teil einer Sicherheitsfunktion, etwa zum Stillsetzen einer Bewegung oder zum Sperren eines Anlaufs. Die Auswertung erfolgt je nach Auslegung über passende Auswertegeräte, Relais oder Sicherheitssteuerungen.
Typische Einsatzorte an Maschinen und Anlagen
Schaltmatten werden vor Zugängen zu Gefahrenbereichen, an Bedienplätzen mit engem Abstand zur Maschine oder in Zonen mit manuellen Eingriffen eingesetzt. Sie eignen sich für Bereiche, in denen Personen eine Fläche zwangsläufig betreten müssen, um an eine Maschine heranzukommen. Auch an Roboterzellen, Pressen, Handhabungsanlagen oder verketteten Produktionslinien kommen sie vor, sofern der Schutz über eine bodenseitige Präsenz- oder Trittüberwachung erfolgen soll. Die konkrete Eignung hängt von Umgebung, Belastung, Flächengrösse und Einbindung in das Gesamtsystem ab.
Ausführungen, Abmessungen und Einbindung
Schaltmatten unterscheiden sich unter anderem in Grösse, Geometrie, Aufbau und Oberflächenmaterial. Je nach Anwendung werden einzelne Matten, mehrere verbundene Schaltflächen oder kundenspezifische Konturen verwendet. Relevant sind dabei etwa die aktive Fläche, die mechanische Beanspruchung, die Rutschhemmung, die Randgestaltung und die Leitungsführung. Für die Einbindung in eine Steuerung ist entscheidend, wie die Signale überwacht und ausgewertet werden und ob die Matte als Teil einer Sicherheitsfunktion oder als reines Schaltelement vorgesehen ist.
Abgrenzung zu Lichtgittern, Schaltleisten und Sicherheitssteuerungen
Schaltmatten überwachen eine begehbare oder belastbare Fläche und reagieren erst bei physischem Kontakt beziehungsweise Druck. Lichtgitter und Lichtschranken arbeiten berührungslos und sichern Zugänge oder Durchgriffe optisch ab. Schaltleisten erfassen dagegen Kontakte an Kanten, etwa an beweglichen Toren oder Maschinenteilen, und nicht auf dem Boden. Sicherheitssteuerungen übernehmen die logische Auswertung und Verknüpfung von Signalen; sie sind daher keine Alternative zur Schaltmatte, sondern ein mögliches übergeordnetes Auswertungselement.