Welche Stoffe unter Altöl und Schmierstoffe fallen
Zu dieser Kategorie gehören gebrauchte Schmieröle und ölhaltige Schmierstoffe, die im laufenden Betrieb ihre Funktion verloren haben oder verunreinigt wurden. Typische Beispiele sind Motorenöle, Getriebeöle, Hydrauliköle, Kompressorenöle und bestimmte Industrieöle. Je nach Anfall können auch Schmierfette oder vergleichbare Rückstände darunter fallen, sofern sie als Abfall separat erfasst werden.
Typische Anfallstellen in Betrieb und Unterhalt
Altöl und gebrauchte Schmierstoffe entstehen bei Ölwechseln, Wartungsarbeiten, Reparaturen und beim Rückbau technischer Anlagen. Häufige Quellen sind Garagen, Transportunternehmen, Werkhöfe, Produktionsbetriebe, Bau- und Landmaschinenbetriebe sowie Anlagen der Energie- und Infrastrukturtechnik. Die Mengen reichen von einzelnen Kanistern bis zu betrieblichen Sammelbehältern oder Lagertanks.
Trennung, Lagerung und Weiterbehandlung
Altöle werden möglichst sortenrein gesammelt, damit eine geeignete Verwertung oder Entsorgung möglich bleibt. Mit Wasser, Lösungsmitteln, Treibstoffen, Bremsflüssigkeit oder Kühlmitteln vermischte Chargen müssen in der Regel anders behandelt werden als weitgehend saubere Altöle. Auch zwischen flüssigen Ölen, pastösen Schmierstoffen und ölhaltigen Resten bestehen Unterschiede bei Gebinden, Lagerung und Transport.
Abgrenzung zu anderen Entsorgungsfraktionen
Innerhalb von Entsorgung, Recycling und Verwertung bildet Altöl und Schmierstoffe eine eigene Stoffgruppe mit separaten Sammel- und Behandlungswegen. Sie wird von Chemikalien, Lösungsmitteln, Farben und Lacken sowie Batterien oder Bleiakkumulatoren getrennt geführt, weil Zusammensetzung und Behandlung nicht identisch sind. Ölhaltige Stoffe gehören zudem nicht automatisch zu Metall-, Kunststoff- oder Bauabfällen, auch wenn sie in solchen Betrieben anfallen.