Welche Materialien als Korkzapfen gelten
Gemeint sind vor allem gebrauchte Flaschenkorken aus Naturkork. Je nach Annahmestelle können auch Press- oder Verbundkorken zugelassen sein, sofern sie eindeutig dem Korkstrom zugeordnet werden können. Nicht darunter fallen Kunststoffstopfen, Schraubverschlüsse, Metallkapseln oder gemischte Verschlussteile mit hohem Fremdmaterialanteil.
Typische Herkunft und Anforderungen bei der Annahme
Korkzapfen stammen meist aus Haushalten, Gastronomie, Hotellerie, Veranstaltungen oder dem Getränkehandel. Für die Annahme werden sie häufig lose gesammelt und getrennt von Glasflaschen abgegeben. Rückstände wie Folien, Drahtkörbe, Kapseln, stark anhaftende Verschmutzungen oder Feuchtigkeit können die Sortierung erschweren und je nach Betrieb ausgeschlossen sein.
Verwertungswege für gebrauchte Korkzapfen
Nach der Sammlung werden Korkzapfen in der Regel kontrolliert, von Fremdstoffen befreit und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Geeignete Qualitäten können stofflich verwertet werden, etwa durch Zerkleinerung zu Korkgranulat oder durch Aufbereitung für andere Korkanwendungen. Wenn eine stoffliche Verwertung nicht möglich ist, kommt je nach Materialzustand auch ein anderer Verwertungsweg in Frage.
Abgrenzung zu anderen Entsorgungsfraktionen
Korkzapfen gehören innerhalb der Entsorgung, Recycling und Verwertung zu einer eigenständigen Fraktion und nicht zum Altglas, auch wenn sie gemeinsam mit Getränkeflaschen anfallen. Kunststoffverschlüsse sind der Fraktion Kunststoffe zuzuordnen, Metallkapseln je nach Material etwa Weissblech oder NE-Metalle. Gegenüber Holzabfällen sind Korkzapfen ebenfalls getrennt zu betrachten, weil für Kork eigene Sammel- und Verwertungswege bestehen.