Welche Materialien zu Karton und Papier gehören
Unter diese Leistung fallen in der Regel Papierfraktionen wie Zeitungen, Zeitschriften, Büropapier, Prospekte und ähnliche Druckerzeugnisse sowie Kartonfraktionen wie Schachteln, Wellkarton und Verpackungskarton. Karton und Papier werden oft gemeinsam genannt, in der Praxis aber je nach Annahmestelle getrennt oder mit unterschiedlichen Qualitätsanforderungen erfasst. Für die Verwertung ist relevant, ob das Material trocken, frei von Störstoffen und ausreichend sortenrein angeliefert wird.
Anfallstellen und typische Entsorgungswege
Typische Mengen entstehen im Detailhandel, in Lager und Versand, in Büros, Druckereien, Schulen sowie bei Räumungen und laufender Betriebsentsorgung. Je nach Volumen erfolgt die Übergabe über Sammelstellen, Container, Presssysteme oder regelmässige Abholungen. Bei gewerblichen Mengen wird Karton häufig als eigene Fraktion geführt, weil Verpackungskarton, Wellkarton und Papier qualitativ und logistisch unterschiedlich behandelt werden können.
Sortierkriterien, Störstoffe und nicht geeignete Materialien
Für eine stoffliche Verwertung müssen Karton und Papier möglichst sauber und trocken bleiben. Problematisch sind stark verschmutzte Verpackungen, nasses Material, kunststoffbeschichtete Verbunde, Folienanteile, Lebensmittelreste oder andere Fremdstoffe. Solche Bestandteile erschweren die Aufbereitung oder schliessen einzelne Chargen von der Wiederverwertung aus. Welche Mischanteile noch angenommen werden, hängt von der jeweiligen Annahmestelle und dem vorgesehenen Verwertungsweg ab.
Abgrenzung zu anderen Fraktionen der Verwertung
Karton und Papier gehören innerhalb der Entsorgung, Recycling und Verwertung zu den faserbasierten Wertstoffen. Sie sind von Kunststoffen, Glas, Holzabfällen oder Weissblech klar zu trennen, auch wenn diese Materialien gemeinsam in Verpackungen vorkommen. Im Unterschied zu Elektronik, Chemikalien oder Batterien handelt es sich hier nicht um schadstoffgeprägte Sonderabfälle, sondern um separat erfasste Wertstoffe mit eigenem Sortier- und Recyclingprozess.