Warum Kühlschränke getrennt erfasst werden
Kühlschränke enthalten mehrere Material- und Stoffgruppen, die bei der Entsorgung unterschiedlich behandelt werden. Dazu gehören der Kältekreislauf mit Kältemittel, ölhaltige Bauteile des Kompressors, metallische Bestandteile, Kunststoffe sowie je nach Gerät Dämmmaterialien mit relevanten Treibmitteln. Eine getrennte Erfassung verhindert, dass diese Stoffe unkontrolliert freigesetzt oder in ungeeignete Entsorgungswege vermischt werden.
Welche Geräte unter diese Fraktion fallen
Zur Fraktion Kühlschränke zählen in der Regel Haushaltskühlschränke, Kühl-Gefrierkombinationen, Gefriergeräte, Minibars und ähnliche Kühlgeräte. Auch kleinere gewerblich genutzte Geräte können darunter fallen, sofern die Annahmestelle sie in derselben Kategorie führt. Grössere Gewerbekühlmöbel oder technisch anders aufgebaute Kälteanlagen werden je nach Ausführung oft separat behandelt.
Annahme, Demontage und stoffliche Verwertung
Kühlschränke werden üblicherweise als vollständige Geräte angenommen. In der Behandlung werden Kältemittel und ölhaltige Inhalte aus dem System entnommen, bevor das Gerät in seine Hauptfraktionen zerlegt wird. Metalle, Kunststoffe und weitere verwertbare Bestandteile gehen in die entsprechenden Stoffströme, während schadstoffrelevante Komponenten gesondert behandelt oder entsorgt werden.
Abgrenzung zu FCKW, Elektronik und Schrott
Kühlschränke sind innerhalb der Entsorgung, des Recyclings und der Verwertung eine eigene Gerätegruppe. Sie gehören nicht einfach zur Fraktion Eisen und Schrott, weil vor der Metallverwertung eine Behandlung des Kältekreislaufs und weiterer Bauteile nötig ist. Auch gegenüber Computeranlagen und Elektronik ist die Abgrenzung klar, da Kühlgeräte andere technische und stoffliche Anforderungen haben. Die Geschwisterleistung FCKW betrifft lose oder separat anfallende Stoffe, während bei Kühlschränken das Kältemittel als Teil des kompletten Geräts behandelt wird.