Was unter Uhren in Schwachstromanlagen fällt
Zur Leistung gehören technische Uhrensysteme, die dauerhaft in eine bauliche oder betriebliche Infrastruktur eingebunden sind. Erfasst werden analoge und digitale Anzeigen, elektrische Uhren, zentral gesteuerte Grossuhrenanlagen, elektronische Hauptuhren, Nebenuhren, Signaluhren, Kalenderuhren und Spezialanwendungen wie Turmuhren. Im Unterschied zu einzelnen Standgeräten geht es hier um vernetzte oder zentral geführte Lösungen, bei denen die Zeitinformation an mehreren Stellen bereitgestellt oder gesteuert wird.
Typische Einsatzorte für zentrale Zeit- und Anzeigeanlagen
Uhrenanlagen werden dort eingesetzt, wo an mehreren Orten dieselbe Zeit sichtbar und nachvollziehbar sein muss. Das betrifft etwa Schulhäuser, Spitäler, Verwaltungsgebäude, Industrie- und Gewerbebauten, Verkehrsanlagen, Sportstätten oder öffentliche Bereiche mit Besucherführung. In solchen Umgebungen werden häufig Flure, Eingänge, Produktionszonen, Warteräume, Aussenbereiche oder Fassaden mit Zeit- und Datumsanzeigen ausgerüstet. Bei betrieblichen Anwendungen steht neben der Anzeige oft auch die zeitliche Steuerung von Signalen, Abläufen oder Erfassungsprozessen im Vordergrund.
Systemvarianten von Hauptuhren bis Zeiterfassung
Ein klassischer Aufbau besteht aus einer Hauptuhr, welche die Referenzzeit vorgibt, und mehreren Nebenuhren, die synchron mitgeführt werden. Daneben gibt es Digitaluhren, Synchronuhren, zentralgesteuerte Grossuhrenanlagen, Programmieruhren und EIB/KNX-Anzeigeuhren für die Einbindung in gebäudetechnische Systeme. Weitere Teilbereiche sind Anzeigetafeln und Zeitmessgeräte, Kontroll- und Stempeluhren, Präsenzzeiterfassungs-Anlagen, Betriebsdaten- und Maschinendatenerfassung sowie Zeiterfassungssysteme. Badge-Systeme gehören in diesem Zusammenhang zur zeitbezogenen Identifikation und Registrierung, nicht automatisch zur sicherheitsbezogenen Zutrittssteuerung.
Abgrenzung zu Melde-, Netzwerk- und Gebäudesystemtechnik
Uhrenanlagen dienen der Zeitverteilung, Zeitanzeige und Zeitregistrierung. Sie unterscheiden sich damit von Alarmanlagen und Feuermeldeanlagen oder allgemeinen Meldeanlagen und Signalanlagen, deren Aufgabe in der Erfassung und Weitergabe von Zuständen oder Gefahren liegt. Gegenüber elektroakustischen Anlagen und Personensuchanlagen steht nicht die Sprach- oder Personeninformation im Vordergrund, sondern die konsistente Zeitinformation. Netzwerke oder Gebäudesystemtechniken können als Übertragungs- oder Integrationsbasis dienen, bilden aber nicht die Uhrenanlage selbst.