Wie Auftragsschweissgeräte bei Kunststoffen arbeiten
Beim Auftragsschweissen wird ein Kunststoffuntergrund örtlich erwärmt und mit zusätzlichem Material stoffschlüssig verbunden. Das Gerät führt die für den Prozess nötige Energie und je nach Ausführung auch das Zusatzmaterial zu. Ziel ist nicht das blosse Fügen zweier separater Teile, sondern das Aufbauen einer Schicht, einer Kante oder eines Reparaturbereichs auf einem vorhandenen Bauteil. Eingesetzt werden solche Geräte bei schweissbaren thermoplastischen Werkstoffen.
Typische Anwendungen für Aufbau, Verstärkung und Reparatur
Auftragsschweissgeräte kommen dort zum Einsatz, wo Kunststoffbauteile nachbearbeitet oder instand gesetzt werden müssen. Typische Fälle sind das Auffüllen von Fehlstellen, das Verstärken beanspruchter Zonen, das Wiederherstellen von Dicht- oder Schutzbereichen sowie das Anpassen von Konturen. Im Kunststoffumfeld betrifft das unter anderem Behälter, Apparate, Rohrleitungsteile, Plattenkonstruktionen oder technische Formteile aus Thermoplasten.
Geräteausführungen und verfahrensbezogene Unterschiede
Die Ausführungen unterscheiden sich unter anderem nach Handhabung, Energieeintrag und Art des Materialauftrags. Je nach Anwendung werden mobile Geräte für punktuelle Arbeiten oder Lösungen für wiederkehrende Prozessschritte verwendet. Relevante Unterschiede bestehen zudem in der Temperaturführung, der Materialzufuhr und der Eignung für bestimmte Geometrien oder Nahtbilder. Welche Ausführung passt, hängt vom Kunststoff, von der Schichtdicke und von der gewünschten Oberflächen- oder Funktionsqualität ab.
Abgrenzung innerhalb des Zubehörs der Kunststoffbranche
In der Hierarchie unter «Weiteres Zubehör» stehen Auftragsschweissgeräte für ein konkretes Bearbeitungsverfahren: das Aufbringen von Kunststoffmaterial durch Schweissen. Sie sind von Komponenten wie «Düsen für Extruder» oder «Sonotroden für Ultraschallschweissung» zu unterscheiden, die nur Teil eines anderen Verfahrens sind. Ebenso unterscheiden sie sich von Kategorien wie «3D-Bearbeitungen» oder «GFK-Werkzeugbau», weil es sich hier nicht um Bearbeitungs- oder Konstruktionsleistungen, sondern um prozessbezogene Geräte handelt.