Schmierstoffe für Maschinen und Werkzeuge
Unter Schmierstoffen fallen je nach Anwendung Öle, Fette, Pasten oder sprühfähige Produkte zur Schmierung von mechanisch belasteten Komponenten. Sie werden dort eingesetzt, wo Reibstellen, Lagerungen, Führungen, Gelenke oder Gewinde zuverlässig beweglich bleiben sollen. Im Umfeld der Kunststoffverarbeitung betrifft das sowohl Produktionsanlagen als auch Werkzeuge und deren Nebenaggregate.
Einsatz in Spritzguss, Extrusion und Peripherie
Typische Anwendungen finden sich an Führungen, Auswerfern, Schiebern, Kupplungen, Lagerstellen, Ketten, Antrieben und weiteren bewegten Elementen von Maschinen und Werkzeugen. Auch Peripheriegeräte wie Förder-, Dosier- oder Handhabungssysteme benötigen je nach Aufbau geeignete Schmierung. Bei der Auswahl ist entscheidend, ob der Schmierstoff im laufenden Prozess, in der Wartung oder bei der Montage verwendet wird.
Öle, Fette, Pasten und Auswahlkriterien
Leichtgängige, schnell umlaufende oder fein dosierte Anwendungen arbeiten häufig mit Ölen, während stark belastete oder langsam bewegte Stellen eher mit Fetten oder Pasten geschmiert werden. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach Temperatur, Druckbelastung, Bewegungsart, Umgebungsbedingungen und Werkstoffverträglichkeit. Im Kunststoffumfeld ist zusätzlich zu prüfen, ob ein Produkt mit Kunststoffen, Elastomeren oder sensiblen Oberflächen in Kontakt kommen darf.
Abgrenzung zu Gleitlacken, Reinigung und Rohstoffen
Schmierstoffe sind von Gleitlacken abzugrenzen: Gleitlacke bilden in der Regel eine Beschichtung auf der Oberfläche, während Schmierstoffe als Öl-, Fett- oder Pastenfilm wirken. Ebenfalls getrennt zu betrachten sind Reinigungsmedien oder Produkte für Oberflächenauftrag, die andere Funktionen erfüllen. Gegenüber Materialien und Rohstoffen gehören Schmierstoffe nicht zum Kunststoffprodukt selbst, sondern zum technischen Zubehör für Betrieb, Wartung und Werkzeugfunktion.