Funktion von Separiereinrichtungen im Kunststoffprozess
Unter Separiereinrichtungen werden technische Lösungen zusammengefasst, die Stoffe oder Teile nach definierten Merkmalen voneinander trennen. In der Kunststoffverarbeitung kann es dabei um die Abtrennung von Ausschuss, Fremdmaterial, Mahlgut, Angüssen, Fehlteilen oder vermischten Fraktionen gehen. Die Trennung erfolgt nicht nur zur Reinigung eines Mediums, sondern oft zur gezielten Aufteilung des Materialflusses in verwertbare und nicht verwertbare Anteile.
Typische Einsatzorte in Verarbeitung, Förderung und Aufbereitung
Separiereinrichtungen finden sich an Übergaben zwischen Maschinen, in Förderstrecken, bei der Materialrückführung sowie in Aufbereitungs- und Recyclingprozessen. Sie werden eingesetzt, wenn Teile automatisch ausgeschleust, Materialfraktionen sortiert oder Störstoffe aus dem Prozess entfernt werden sollen. Auch bei nachgelagerten Schritten wie Sammlung, Dosierung oder Wiederverwendung von Produktionsresten können sie Teil der Anlagenkonfiguration sein.
Trennprinzipien und Ausführungen
Die Ausführung richtet sich nach dem zu trennenden Gut und den gewünschten Fraktionen. Separiert werden kann beispielsweise nach Grösse, Form, Gewicht, Dichte, Materialeigenschaften oder Förderverhalten. Je nach Anwendung sind Separiereinrichtungen als eigenständige Aggregate, als integrierte Funktion in einer Maschine oder als Teil einer automatisierten Materialführung ausgelegt. Entscheidend sind dabei die Prozesssicherheit, die Reinigbarkeit und die Eignung für das jeweilige Kunststoffmaterial.
Abgrenzung zu Filtern, Sieben und anderen Zubehörbereichen
Innerhalb der Hierarchie gehört diese Leistung zu weiterem Zubehör und beschreibt eine breite Gruppe von Trennlösungen. Gegenüber "Abscheider, Filter und Siebe" ist der Begriff weiter gefasst: Dort steht meist die medien- oder partikelbezogene Abscheidung im Vordergrund, während Separiereinrichtungen auch das Sortieren, Ausschleusen und Aufteilen ganzer Teile oder Materialchargen umfassen können. Von Leistungen wie "Reinigung, Recycling und Oberflächenauftrag" unterscheiden sie sich dadurch, dass die Trennfunktion selbst beschrieben wird und nicht ein vollständiger Aufbereitungs- oder Behandlungsprozess.