Formen, Modelle und Vorrichtungen für GFK-Bauteile
Im GFK-Werkzeugbau werden vor allem Formwerkzeuge für die Herstellung von Faserverbundteilen gefertigt. Dazu gehören je nach Prozess Positiv- oder Negativformen, Urmodelle sowie ergänzende Vorrichtungen für Beschnitt, Bohren, Positionierung oder Entformung. Die Auslegung berücksichtigt unter anderem Oberflächenanforderungen, Masshaltigkeit, Entformbarkeit und den Aufbau des späteren Bauteils.
Einsatz in Laminier-, Infusions- und verwandten Verfahren
GFK-Werkzeuge kommen überall dort zum Einsatz, wo Bauteile aus glasfaserverstärktem Kunststoff reproduzierbar hergestellt werden sollen. Typische Anwendungen liegen in offenen Laminierverfahren, Vakuumprozessen oder geschlossenen Formverfahren. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Bauteilgrösse, Stückzahl, Temperaturbeanspruchung und gewünschter Oberflächenqualität.
Ausführungen von Urmodell bis Produktionswerkzeug
Je nach Entwicklungsstand und Fertigungsziel werden unterschiedliche Werkzeugstufen benötigt. Ein Urmodell dient oft als geometrische Grundlage für die Formherstellung, während das eigentliche Produktionswerkzeug auf wiederholte Nutzung ausgelegt ist. Zusätzlich können Hilfswerkzeuge für das Zuschneiden, Fixieren oder Nachbearbeiten von GFK-Teilen erforderlich sein.
Abgrenzung zu Modellbau, Prototypen und 3D-Bearbeitungen
GFK-Werkzeugbau ist von benachbarten Leistungen klar zu trennen. Modellbau liefert häufig die geometrische Vorlage, ersetzt aber nicht das fertige Formwerkzeug für die Serien- oder Vorserienfertigung. Prototypen bezeichnen das Bauteil selbst, nicht das Werkzeug. 3D-Bearbeitungen und Werkzeugkonstruktionen für Dritte können Teil des Entstehungsprozesses sein, bilden jedoch nur einzelne Schritte innerhalb des gesamten GFK-Werkzeugbaus.