Leistungsumfang bei externer Konstruktion
Konstruktionen und Werkzeugkonstruktionen für Dritte betreffen die technische Entwicklung im Auftrag eines anderen Unternehmens. Dazu gehören je nach Aufgabenstellung die Auslegung von Werkzeugkonzepten, der Aufbau von 3D-Modellen, technische Zeichnungen, Stücklisten sowie konstruktive Details für Funktion, Einbau und Fertigung. Die Leistung kann sich auf vollständige Werkzeuge beziehen oder auf einzelne Komponenten, Einsätze, Halterungen oder ergänzende Baugruppen.
Typische Aufträge in der Kunststoffverarbeitung
Externe Konstruktionsleistungen werden eingesetzt, wenn internes Engineering ausgelastet ist oder spezielles Werkzeugwissen benötigt wird. Üblich sind Konstruktionen für Formwerkzeuge, Bearbeitungs- und Montagevorrichtungen, Anpassungen an bestehenden Werkzeugen sowie technische Lösungen für Schnittstellen zu Maschinen oder Peripherie. Auch bei Produktänderungen, Materialwechseln oder geänderten Fertigungsanforderungen werden Werkzeugkonstruktionen häufig überarbeitet.
Neukonstruktion, Änderungskonstruktion und Detailausarbeitung
Die Leistung kann unterschiedliche Tiefen haben. Bei einer Neukonstruktion wird ein Werkzeug oder eine Baugruppe von Grund auf entwickelt. Bei Änderungskonstruktionen werden bestehende Daten angepasst, etwa wegen Geometrieänderungen, Verschleiss, Standardisierungen oder geänderten Produktionsbedingungen. Hinzu kommt die Detailausarbeitung einzelner Komponenten, wenn ein Grundkonzept bereits vorliegt, aber fertigungsgerechte Einzelteil- und Zusammenstellungsunterlagen noch fehlen.
Abgrenzung zu 3D-Bearbeitungen, Prototypen und Werkzeugbau
Im Unterschied zu 3D-Bearbeitungen liegt der Schwerpunkt hier auf der konstruktiven Entwicklung, nicht auf der spanenden Umsetzung von Bauteilen. Gegenüber Prototypen und Modellbau geht es nicht primär um Musterteile oder Anschauungsmodelle, sondern um technische Auslegung und dokumentierte Werkzeugdaten. Von GFK-Werkzeugbau oder ausführendem Werkzeugbau grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass die physische Herstellung des Werkzeugs nicht zwingend Teil des Auftrags ist. Sie liefert die Grundlage, auf der nachgelagerte Fertigungs- oder Werkzeugbauleistungen aufbauen.