Funktionsprinzip der kombinierten Armatur
Die Armatur vereint eine absperrende Klappe mit einer Rückschlagfunktion. Im normalen Betrieb kann der Durchgang geöffnet oder geschlossen werden; bei Umkehr der Strömungsrichtung wirkt das integrierte Rückschlagelement selbsttätig gegen den Rückfluss. Dadurch lassen sich zwei Aufgaben in einem Bauteil abbilden, die sonst mit getrennten Komponenten gelöst werden.
Typische Einsatzorte in Wasser- und Abwasserleitungen
Verwendet werden solche Armaturen unter anderem in Druckleitungen, bei Hebeanlagen, an Pumpenausgängen, in Schachtbauwerken sowie in Verbindungsleitungen zwischen Anlagenteilen. Sie kommen dort infrage, wo Rückströmungen nach Pumpenstillstand oder bei wechselnden Betriebszuständen vermieden werden sollen. In der Abwassertechnik ist zudem zu berücksichtigen, ob das Medium Feststoffe, Fasern oder abrasive Bestandteile enthält.
Ausführungen nach Anschluss, Werkstoff und Betätigung
Absperrklappen mit integriertem Rückschlagventil unterscheiden sich unter anderem nach Anschlussart, Nennweite, Werkstoff, Dichtungsausführung und Art der Betätigung. Je nach Anlage werden korrosionsbeständige Werkstoffe, mediengeeignete Dichtungen und passende Antriebe gewählt. Für die Auswahl relevant sind vor allem Medium, Einbaulage, Druckverhältnisse, Wartungszugang und die Frage, ob die Absperrfunktion manuell oder anlagentechnisch betätigt werden soll.
Abgrenzung zu Absperrklappen, Absperrschiebern und Ventilen
Im Unterschied zu einfachen Absperrklappen übernimmt diese Armatur zusätzlich eine Rückschlagsicherung. Gegenüber Absperrschiebern liegt der Schwerpunkt nicht nur auf dem Absperren, sondern auf der Kombination mit einer selbsttätigen Rückflussverhinderung. Der Begriff Ventile ist breiter gefasst und umfasst verschiedene Armaturen mit unterschiedlichen Aufgaben; Absperrklappen mit integriertem Rückschlagventil sind innerhalb dieser Gruppe eine spezifische Lösung für Leitungen mit kombinierter Absperr- und Sicherungsfunktion.