Funktion von Schwingungsisolationen an Aggregaten und Leitungen
Schwingungsisolationen unterbrechen den direkten Kraftfluss zwischen einer schwingenden Maschine und ihrer Umgebung. Typische Einbauorte sind Lagerpunkte unter Pumpen und Verdichtern, Rohrhalterungen sowie Anschlüsse zwischen Aggregat und Leitung. Dadurch lassen sich Schwingungsübertragungen in Decken, Wände, Stahlkonstruktionen und Rohrnetze mindern. Je nach Anwendung geht es um die Begrenzung von Körperschall, um geringere dynamische Lasten auf Befestigungen oder um ein stabileres Betriebsverhalten bei wechselnden Drehzahlen.
Typische Einsatzbereiche in der Wasser- und Abwassertechnik
Relevant sind Schwingungsisolationen überall dort, wo Förderaggregate oder Rührwerke periodische Anregungen erzeugen. Dazu gehören trocken aufgestellte Pumpen, Druckerhöhungsanlagen, Vakuumpumpen, Verdichter, Rührwerke sowie längere Rohrleitungen mit festen Einspannpunkten. In Technikzentralen, Schächten und Gebäuden mit schallkritischer Nutzung wird die Entkopplung oft zusammen mit der Leitungsführung betrachtet, damit die Schwingung nicht über Flansche, Konsolen oder Wanddurchführungen weitergeleitet wird. Auch bei Bestandsanlagen können nachträglich eingebaute Isolationselemente Teil einer Sanierung sein.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Zum Einsatz kommen unter anderem elastomerbasierte Lager, Federisolatoren, schwingungsentkoppelte Rohrbefestigungen und flexible Anschlusselemente. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von der Masse des Aggregats, dem Drehzahlbereich, den zu erwartenden Anregungen, der Aufstellungsart sowie von Medium, Temperatur und Umgebungsbedingungen ab. Bei Rohrleitungen sind zusätzlich Eigengewicht, Halterabstände und Kräfte aus dem Betrieb zu berücksichtigen. In feuchten, chemisch belasteten oder korrosiven Bereichen muss die Materialwahl auf die Umgebung abgestimmt sein.
Abgrenzung zu Pumpen, Dichtungen und Korrosionsschutz
Schwingungsisolationen sind keine fördertechnischen Hauptkomponenten, sondern ergänzende Elemente im Umfeld von Pumpen, Rührwerken, Verdichtern und Leitungen. Im Unterschied zu Pumpen oder Rührwerken erzeugen sie keine Prozessleistung, sondern beeinflussen die mechanische Kopplung zum Bauwerk und zu angeschlossenen Systemen. Von Dichtungen und Gleitringdichtungen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie keine Medienabdichtung übernehmen. Gegenüber Korrosionsschutz adressieren sie nicht die chemische oder atmosphärische Beanspruchung von Oberflächen, sondern die Übertragung von Schwingungen und Kräften.