Was Drehmomentmessgeräte erfassen
Drehmomentmessgeräte messen das auf eine Welle, Schraubverbindung oder ein Werkzeug wirkende Drehmoment. Die Messung kann zur reinen Anzeige, zur Prüfung definierter Sollwerte oder zur Aufzeichnung von Messverläufen dienen. In der Praxis geht es häufig um das kontrollierte Anziehen, das Prüfen von Werkzeugen oder die Bewertung mechanischer Beanspruchungen in Versuchen und Fertigungsprozessen.
Typische Anwendungen in Fertigung und Prüfung
Eingesetzt werden Drehmomentmessgeräte unter anderem in der Montage, in der Qualitätssicherung, im Prüflabor und bei der Instandhaltung. Sie dienen etwa zur Kontrolle von Schraubwerkzeugen, zur Prüfung von Drehmomentvorgaben an Baugruppen oder zur Messung an Antrieben und Testaufbauten. Auch bei Wareneingangsprüfungen oder bei der Überwachung wiederkehrender Prüfabläufe sind solche Geräte üblich.
Geräteformen und Messaufbauten
Drehmomentmessgeräte sind in unterschiedlichen Ausprägungen erhältlich, etwa als mobile Handgeräte, als stationäre Prüfgeräte oder als Bestandteil grösserer Messsysteme. Je nach Messaufgabe werden statische Prüfungen, dynamische Messungen oder kontinuierliche Aufzeichnungen benötigt. Relevant sind dabei unter anderem die Einbausituation, der Messbereich, die Art der Kraftübertragung sowie die Frage, ob nur ein Einzelwert oder ein kompletter Messverlauf erfasst werden soll.
Einordnung innerhalb der Mess- und Prüftechnik
Innerhalb der Kategorie Messgeräte, Prüfgeräte, Messsysteme und Prüfsysteme sind Drehmomentmessgeräte auf die Messgrösse Drehmoment spezialisiert. Sie unterscheiden sich damit von Drehzahlmessgeräten, die die Rotationsgeschwindigkeit erfassen, sowie von Dichtheitsprüfgeräten oder Härteprüfgeräten mit anderen Prüfprinzipien. Gegenüber allgemeinen elektrischen Messgeräten oder Multimetern sind sie für mechanische Drehmomente ausgelegt und häufig auf Prüfaufgaben an Werkzeugen, Verbindungen oder Antrieben zugeschnitten.