Was unter Lasereinrichtung und Lasermessgeräten zu verstehen ist
Der Begriff umfasst Systeme, die Laserlicht zur Darstellung von Referenzen oder zur eigentlichen Messwerterfassung nutzen. Eine Lasereinrichtung dient oft dazu, Achsen, Kanten, Bearbeitungslinien oder Zielpunkte sichtbar zu machen. Lasermessgeräte gehen darüber hinaus und liefern messbare Werte, etwa zu Abstand, Lage, Höhe oder geometrischen Abweichungen. In der industriellen Messtechnik werden solche Systeme vor allem dann eingesetzt, wenn eine berührungslose und klar definierte optische Bezugnahme erforderlich ist.
Typische Anwendungen in Fertigung, Montage und Maschinenprüfung
Lasersysteme werden für das Ausrichten von Maschinenkomponenten, das Einrichten von Werkstücklagen und das Prüfen von Positionsbezügen verwendet. Auch bei der Kontrolle von Geradheit, Parallelität, Höhenlagen oder definierten Abständen kommen sie zum Einsatz, sofern das jeweilige Gerät dafür ausgelegt ist. In der Montage unterstützen sie bei wiederkehrenden Referenzpunkten und Linienführungen. In Prüfaufbauten lassen sich Lasermessgeräte in Abläufe einbinden, bei denen Bauteile ohne Taster oder mechanischen Kontakt vermessen werden sollen.
Geräteformen und technische Ausprägungen
Im industriellen Umfeld gibt es mobile Handgeräte, stationäre Lasereinrichtungen und in Maschinen integrierte Messköpfe. Je nach Aufgabe arbeiten Systeme mit Punktprojektion, Linienprojektion oder einer optischen Abstandserfassung. Manche Ausführungen dienen vor allem der visuellen Justage, andere sind auf die quantitative Messung ausgelegt und werden mit Auswerteelektronik oder Anzeigeeinheiten kombiniert. Die Auswahl richtet sich nach Messbereich, Einbausituation, Oberflächenverhalten des Werkstücks und dem geforderten Bezug zwischen Projektion und Messwert.
Abgrenzung zu Laserscannern und anderen Messsystemen
Lasereinrichtungen und Lasermessgeräte sind nicht mit Laserscannern gleichzusetzen. Laserscanner erfassen in der Regel flächige oder dreidimensionale Geometriedaten, während klassische Lasermessgeräte häufiger auf einzelne Punkte, Linien oder definierte Messstrecken ausgerichtet sind. Gegenüber Bildverarbeitungs-Messystemen arbeiten sie nicht primär über Kamerabilder und Merkmalsauswertung. Von optischen Komponenten unterscheiden sie sich dadurch, dass sie als funktionsfähige Mess- oder Justiereinheiten eingesetzt werden und nicht nur einzelne Bauteile eines Systems darstellen.