Was Rissprüfgeräte nachweisen
Rissprüfgeräte sind auf die Prüfung von Materialtrennungen, Anrissen und vergleichbaren Fehlstellen ausgelegt. Sie werden verwendet, wenn die Integrität eines Bauteils überprüft werden muss, ohne dessen Funktion durch die Prüfung wesentlich zu beeinträchtigen. Welche Fehler erkennbar sind, hängt vom gewählten Verfahren, vom Werkstoff, von der Bauteilgeometrie und vom Oberflächenzustand ab.
Typische Prüfobjekte in Metallfertigung und Instandhaltung
Geprüft werden unter anderem Gussteile, Schmiedeteile, bearbeitete Werkstücke, Schweissverbindungen und sicherheitsrelevante Komponenten. Rissprüfgeräte kommen bei Wareneingangskontrollen, Zwischenprüfungen im Fertigungsprozess, Endprüfungen sowie bei der Schadensanalyse zum Einsatz. Besonders relevant sind sie dort, wo zyklische Belastung, thermische Beanspruchung oder Kerbwirkungen zu Rissbildung führen können.
Verfahrensbezogene Geräteausführungen
Zum Bereich gehören je nach Prüfaufgabe Geräte für Magnetpulver-, Farbeindring-, Wirbelstrom- oder andere rissbezogene Prüfverfahren. Es gibt tragbare Ausführungen für die Prüfung direkt am Bauteil sowie stationäre Systeme für wiederkehrende Abläufe an Prüfplätzen oder in Fertigungslinien. Die Geräte unterscheiden sich unter anderem in der Art der Fehleranzeige, in der Auswertung und in der Eignung für bestimmte Werkstoffe oder Oberflächen.
Abgrenzung zu anderen Mess- und Prüfsystemen
Innerhalb der Messgeräte, Prüfgeräte, Messsysteme und Prüfsysteme sind Rissprüfgeräte auf den Nachweis von Fehlstellen ausgerichtet, nicht auf geometrische Masse, Härte oder Dichtheit. Sie unterscheiden sich damit klar von Dickenmessgeräten, Härteprüfgeräten oder Dichtheitsprüfgeräten. Gegenüber Ultraschallprüfgeräten ist die Kategorie enger gefasst, da sie funktional auf die Risserkennung und rissbezogene Fehlstellensuche ausgerichtet ist.