Aufbau gewebter Halbzeuge und Bänder
Gewebe entstehen durch das Verweben von Fäden, Garnen oder ähnlichen textilen Ausgangsmaterialien in einer definierten Struktur. Gewobene Bänder sind die bandförmige Ausprägung davon und werden in festen Breiten hergestellt oder weiterkonfektioniert. Massgebend für die Auswahl sind unter anderem Faserart, Gewebestruktur, Breite, Flächenaufbau und die vorgesehene Weiterverarbeitung.
Typische Verwendung in der Kunststoffverarbeitung
Solche Halbzeuge werden dort eingesetzt, wo textile Strukturen als Träger, Verstärkung, Zwischenlage oder bandförmiges Funktionselement benötigt werden. Sie kommen unter anderem in Laminataufbauten, Verbundstrukturen, Umwicklungen oder als zuschneidbare Textilkomponenten vor. Je nach Material und Aufbau stehen mechanische Eigenschaften, Temperaturverhalten, Gewicht oder die Verarbeitbarkeit im Vordergrund.
Materialgruppen innerhalb dieser Kategorie
Die Unterteilung erfolgt nach dem eingesetzten Faserwerkstoff. Dazu gehören Gewebe und gewobene Bänder aus Cellulose, Glasfasern, Kohlenstoff, organischen Kunstfasern, hochwarmfesten Fasern sowie weiteren Faserarten. Damit bleibt die Kategorie materialoffen, während die konkrete Eignung jeweils vom Fasersystem und vom textilen Aufbau abhängt.
Abgrenzung zu Rowings, Vliesen und Prepregs
Im Unterschied zu Fäden und Rowings liegt hier bereits ein verwebtes Flächen- oder Bandprodukt vor. Gegenüber Matten, Filzen und Vliesen zeichnet sich die Kategorie durch eine geordnete Gewebestruktur aus. Von Prepregs unterscheidet sie sich dadurch, dass textile Halbzeuge in dieser Einordnung nicht über eine werkseitig definierte Harzimprägnierung beschrieben werden.