Was unter Profile und Rohre fällt
Erfasst werden Halbzeuge mit über die Länge gleichbleibendem oder gezielt ausgelegtem Querschnitt. Dazu zählen offene und geschlossene Profile, Voll- und Hohlprofile sowie Rohre für technische Leitungen und konstruktive Aufgaben. Die Form bestimmt die Funktion mit: Ein U-, L- oder Hohlkammerprofil verhält sich anders als ein Rundrohr oder ein weich ausgelegtes Dichtprofil.
Typische Einsatzfunktionen von Profilen und Rohren
Profile übernehmen je nach Auslegung Führungs-, Schutz-, Kanten-, Rahmen-, Distanz- oder Dichtaufgaben. Rohre werden für die Führung von Medien, als Ummantelung, als Schutzkanal oder als formstabiles Leichtbauteil eingesetzt. Relevant sind dabei unter anderem Querschnitt, Wandaufbau, Biegeradius, Oberflächenbeschaffenheit und die Beständigkeit gegenüber Temperatur, Feuchtigkeit oder Chemikalien.
Werkstoffgruppen innerhalb der Kategorie
Thermoplastische Profile und Rohre decken viele Standardanwendungen ab, weil sie in zahlreichen Querschnitten und Eigenschaften verfügbar sind. Gummi wird eingesetzt, wenn Elastizität, Rückstellvermögen oder Dichtwirkung gefragt sind. Schaumstoffprofile sind leicht und kompressibel. Glasfaser- oder kohlefaserverstärkte Ausführungen dienen vor allem dort, wo höhere Steifigkeit bei begrenztem Gewicht benötigt wird. Duroplastisch verstärkte Varianten kommen in Betracht, wenn Formstabilität und strukturelle Anforderungen im Vordergrund stehen.
Abgrenzung zu Platten, Folien, Blöcken und Verbundprofilen
Diese Kategorie ist formbezogen: Im Mittelpunkt stehen langgestreckte Halbzeuge mit Profil- oder Rohrgeometrie. Platten, Folien und Blöcke sind dagegen flächige oder kompakte Grundformen mit anderer Weiterverarbeitung. Verbundprofile bilden eine separate Gruppe, wenn mehrere Materialien oder Schichten konstruktiv kombiniert sind. Zusatzstoffe wie Weichmacher, Flammschutzmittel oder Antistatika gehören nicht zu den Profilen und Rohren selbst, sondern zu den eingesetzten Roh- und Hilfsstoffen.