Technische Merkmale von Verbundprofilen
Ein Verbundprofil besitzt eine definierte, über die Länge konstante Querschnittsform und kombiniert unterschiedliche Materialien in einem Bauteil. Typisch sind Kunststoffe mit Faserverstärkung, Profile mit metallischen Einlagen oder mehrschichtige Aufbauten mit funktionalen Deck- und Kernbereichen. Der Verbund entsteht nicht nur aus der Form, sondern aus dem gezielten Zusammenspiel der Werkstoffeigenschaften innerhalb des Profils.
Typische Einsatzkontexte für profilförmige Verbundhalbzeuge
Verbundprofile werden eingesetzt, wenn eine feste Geometrie mit einer spezifischen Eigenschaftskombination verbunden werden muss. Dazu zählen Anwendungen im Bau, im Fahrzeug- und Apparatebau, in elektrischen Systemen sowie in Bereichen mit Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit, Gewicht, Isolation oder Formstabilität. Sie kommen sowohl als tragende als auch als führende, abschirmende oder verbindende Elemente in Frage.
Ausprägungen nach Aufbau und Querschnitt
Unterschieden werden unter anderem Voll- und Hohlprofile, offene und geschlossene Querschnitte sowie Profile mit integrierten Verstärkungen, Einlagen oder Funktionsschichten. Der Werkstoffaufbau kann homogen verstärkt, mehrschichtig oder lokal verstärkt ausgeführt sein. Je nach Anwendung stehen damit unterschiedliche Kombinationen aus Steifigkeit, Oberflächenanforderung, Bearbeitbarkeit und Medienbeständigkeit zur Verfügung.
Abgrenzung innerhalb der Kategorie nach Form und Funktion
Innerhalb der Einordnung nach Form und Funktion sind Verbundprofile von Compounds und Additiven klar zu trennen: Compounds sind verarbeitungsfähige Werkstoffmischungen, Verbundprofile hingegen bereits geformte Halbzeuge mit definierter Profilgeometrie. Gegenüber "Profile und Rohre aus:" bezeichnet die Kategorie ausdrücklich Profile aus mehreren Werkstoffen und nicht reine Monomaterial-Profile. Von Verbundfolien und Verbundplatten unterscheiden sie sich durch den langgestreckten Querschnitt und die profilbezogene Funktion.